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Türöffner-Tag beim Abwasserverband – auch im Jahr 2019

Am 03. Oktober 2018 öffnete der Abwasserverband zum ersten Mal seine Türen im Rahmen der Veranstaltung Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus. Insgesamt 13 Kinder mit Eltern sind mit Begeisterung in das Thema Abwasserreinigung eingetaucht und dem Thema „Wie Wasser wieder sauber wird“ im Rahmen einer Führung auf dem Klärwerk Langen auf den Grund gegangen.

Im Anschluss konnten die Kinder noch mit kleinen Experimenten das Element Wasser näher kennenlernen.

Nachdem die Resonanz 2018 so positiv ausfiel nimmt der Abwasserverband auch dieses Jahr am Türöffner-Tag teil. Alle Interessierten können sich hier anmelden.

 

Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik (m/w/d)

Der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen sucht ab sofort eine*n Auszubildende*n für Abwassertechnik (m/w/d)

Als Fachkraft für Abwassertechnik überwachst, steuerst und dokumentierst Du Abläufe und Prozesse auf Abwasserreinigungsanlagen.
Du arbeitest draußen, aber auch in Gebäuden an technischen Einrichtungen. Diese Anlagen müssen bedient, gewartet und instandgehalten werden.
Ebenso gehört das Labor und die Leitwarte zu Deinen Einsatzbereichen.
Im Labor ist die Reinigungsleistung der Anlagen zu beurteilen und in der Leitwarte überwachst und steuerst Du die Anlage.
Im Kanalnetz sind Inspektionen durchzuführen. Allerdings werden diese zum allergrößten Teil durch Sichtprüfungen von oberhalb des Kanals ausgeführt.
Alles in allem erwartet Dich eine sehr abwechslungsreiche und ansprechende Ausbildung!

In der Ausbildung
– Lernst Du alles über den Betrieb von Abwasserreinigungsanlagen
– Bekommst Du eine solide Ausbildung in Mechanik und Elektrotechnik
– Wirst Du mit Arbeiten im Kanalnetz vertraut gemacht
– Lernst Du, das Betriebslabor selbstständig zu führen

Du solltest für die Ausbildung
– Freude an körperlicher Arbeit haben
– Engagiert sein; Du arbeitest auch gerne mit Kollegen zusammen
– Bereits Interesse an Technik und Naturwissenschaften haben
– Bereit sein, an überbetrieblichen, mehrwöchigen Ausbildungen im Raum Hessen teilzunehmen

Die Berufsschule befindet sich z.B. in Frankenberg (Eder). Hier findet der Berufsschul-Blockunterricht statt.

– In Mathematik, Biologie und Physik gute Noten haben

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und wird nach dem Tarifvertag der Versorgungswirtschaft TV-V entlohnt.
Für die Ausbildung bringst Du mindestens einen guten Hauptschulabschluss mit.
Ausbildungsbeginn ist der 01. August 2018.
Wir freuen uns auf Deine Bewerbung. Diese kannst Du uns auch gerne per Email zuschicken.

Zur Bewerbung gehört:
Das Abschlusszeugnis bzw. wenn dieses noch nicht vorliegt die letzten zwei Zeugnisse, Lebenslauf und Bewerbungsschreiben.
Für weitere Fragen zum Beruf oder zur Ausbildung beim Abwasserverband schreibe uns doch bitte eine E-Mail oder rufe einfach an!

Ansprechpartner ist Andreas Haufschild.
Andreas.Haufschild@avlee.de oder Telefon: 06103 9083

Spannender Besuch der Kläranlage beim Girls‘ Day

Abwechslungsreiche Stunden verbrachten vier Schülerinnen aus der Region beim Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen. Sie besuchten anlässlich des Girls‘ Days am Donnerstag die Kläranlage im Wald bei Schloss Wolfsgarten und waren überrascht, was es dort alles zu entdecken gab. Abwassermeister Andreas Haufschild führte sie auf den Faulturm, von dem aus sie einen guten Blick auf die Reinigungsbecken hatten. In der Leitwarte stellte er ihnen modernste Technik vor. Nicht weniger spannend waren Abstecher in den riesigen Rohrkeller, ins Labor und in die Forschungsanlage, in der der Verband die Entfernung von Arzneimittelrückständen und anderen Spurenstoffen aus dem Abwasser untersucht. Verblüfft waren die Zehn- bis Zwölfjährigen darüber, dass Bakterien bei der biologischen Reinigung die Hauptarbeit leisten. Mit der Beteiligung am Girls’ Day möchte der Verband auf Berufe aufmerksam machen, in denen Frauen bisher wenig vertreten sind.

Photo – Sorger/Abwasserverband

Was darf rein ins Klo?

Originelle Flyer und Führungen beim Umweltfest

Klug, kreativ und frech – mit fünf originellen Flyern macht der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen beim Langener Umweltfest auf die immer größeren Müllmengen im Abwasser aufmerksam. Sie führen nicht nur zu erhöhten Entsorgungs- und Betriebskosten, sondern belasten auch die Umwelt. „Müll gehört nicht ins Klo“, bringt es Geschäftsführerin Eva-Maria Frei auf den Punkt. Mit flotten Sprüchen und einleuchtenden Infos möchte sie auf das Problem aufmerksam machen und bewirken, dass weder Speisereste, Tabletten, Hygieneartikel noch Feuchttücher oder Farben und Chemikalien über die Toilette ins Abwasser und zur Kläranlage gelangen.

„Lutschen, schlucken und zerbeißen – Pillen nicht ins Klo reinschmeißen“, heißt es da plakativ. „Kacken, brechen, urinieren – feuchte Tücher aussortieren“ dürften ebenso alle verstehen wie „Farben und Lacke im Klo sind Kacke“ oder „Raus von vorn, raus von hinten – aber keine Damenbinden“. Und genauso klar ist: „Die Ratten feiern ein Fest – mit deinem Essensrest.“

Zum Vorbild genommen hat sich der Abwasserverband eine Aktion der Stadtentwässerung Dresden, die gerade deswegen so erfolgreich läuft, weil sie kein Blatt vor den Mund nimmt wenn es darum geht, was nicht ins stille Örtchen gehört.

Schaut man sich die Fakten an, tut Aufklärung in der Tat dringend not: „Jeden Monat müssen wir auf unserer Kläranlage rund 800 Kilo Müll aus dem Abwasser fischen“, bilanziert Eva-Maria Frei. „Da kommt pro Person und Jahr so viel zusammen, wie in einen großen Eimer passt.“

Mengenmäßig stehen die Feuchttücher an erster Stelle, die eigentlich in den Restmüll und nicht in die Schüssel gehören. Denn im Gegenteil zum Toilettenpapier lösen sie sich nicht im Abwasser auf. Viele landen erst gar nicht in der Kläranlage, weil sie auf dem Weg dorthin an den Pumpen hängenbleiben und diese verstopfen. Das kann einen Rückstau hervorrufen und die Pumpen schachmatt setzen. Dann muss der Abwasserverband die Schäden für viel Geld beheben.

Die beliebten Feuchttücher, die nicht nur glatte Oberflächen, sondern auch den Babypopo reinigen und als Waschlappen dienen, sind nur ein Beispiel von vielen. Im Abwasser unterwegs sind darüber hinaus jede Menge Slipeinlagen, Binden, Tampons, Windeln und Kondome. Diese Hygieneartikel verursachen einen hohen Reinigungsaufwand, denn sie setzen sich an Kanälen, Schiebern und Pumpen fest und können dazu führen, dass Rohrleitungen verstopfen. Für sie ist deshalb der Restmüll die richtige Adresse. Auch Speiseöle und Fette bleiben wie Klebstoffe in den Kanälen haften und bilden immer dickere Schichten bis irgendwann kein Wasser mehr durchfließen kann. Ihre Endstation sollte auf keinen Fall die Toilette, sondern der Bioabfall sein. Gleiches gilt für Speisereste. Landen sie im Kanal, freut das nur die Ratten, die dann aufwendig bekämpft werden müssen.

Ein weiteres Übel sind Farben, Lacke und andere Chemikalien, die in der Kanalisation explosive und giftige Gase bilden und bei der Abwasserreinigung nicht vollständig entfernt werden können, wodurch die Umwelt belastet wird. Dieses Problem tritt zudem bei Arzneimitteln auf, die niemals über die Toilette weggespült werden dürfen.

Aktuell läuft beim Abwasserverband ein großes Forschungsvorhaben, das nach Wegen sucht, wie künftig Rückstände aus Arzneien, Haushalts-Chemikalien oder Kosmetika bei der Reinigung am sinnvollsten entfernt werden können. Das Projekt ist deutschlandweit einmalig und ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Trinkwasserqualität. Seit einiger Zeit ist auf dem Verbandsgelände eine Versuchsanlage in Betrieb, die unter wissenschaftlicher Begleitung durch die Technische Universität Darmstadt die Vor- und Nachteile von zwei Verfahren ermittelt.

Zur Information der Öffentlichkeit und als Beitrag zum Langener Umweltfest am Samstag, 10. Juni, im Neurott vor dem Paul-Ehrlich-Institut veranstaltet der Verband Führungen über die Kläranlage mit Besichtigung der Forschungseinrichtungen. Geplant sind zwei begleitete Fahrradexkursionen vom Umweltfest zur Kläranlage an der Prinzessin-Margaret-Allee (Kreisstraße 168) mit Start um 14.30 und um 16 Uhr am Stand des Abwasserverbandes.